Faszination Transluzenz

In meiner Arbeit werde ich von dem „nicht-zu-Sehenden“ oder „dem-zu-Erahnenden“ in den Bann gezogen. Die Sinne, die bei der Betrachtung einer Arbeit geweckt werden, spielen dabei eine bedeutende Rolle. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sich die Wahrnehmung des Gehörs etwa beim Aufenthalt in einer Nebellandschaft verändert. Der Betrachter wird automatisch auf sich selbst zurückgeworfen und nicht allein seine optische Wahrnehmung des Umfeldes verändert sich. Um Sinne derart isoliert erfahren zu können, bedarf es der Reduktion auf das Wesentliche.

Während des Arbeitsprozesses stelle ich immer wieder fest, dass die unteren Schichten meiner Arbeit oftmals erst dann ihre Kraft entwickeln, wenn sie durch eine weitere Schicht übermalt werden. Auch mit der letzten Schicht, jener Schicht, die sich dem Betrachter als erstes offenbart, bleiben die darunterliegenden Ebenen in ihrer Bedeutung bestehen. Die Kunst besteht darin, diesen verschiedenen Schichten, Situationen und Entwicklungen zu einer Einheit zu verhelfen.